Das Bewerbungsfoto hat eine Funktion, es soll einladend wirken, da das Ziel jeder Bewerbung natürlich erstmal das Bewerbungsgespräch ist. Der Betrachter des Fotos soll einen positiven Eindruck bekommen und Lust haben sich mit dem Bewerber zu unterhalten.
Häufig wird man nach Aufnahmen von Bewerbungsfotos gefragt:"Sind sie damit zufrieden?", oder auch:"Suchen sie sich aus vier Aufnahmen das Beste heraus!"
Diese Vorgehensweise setzt voraus, dass der Portraitierte genau weiß, wie ein Bewerbungsfoto auszusehen hat. Davon kann man allerdings sehr häufig nicht ausgehen. Hier ist natürlich der Fotograf als Berater gefragt. Neben den technischen Erfordernissen, wie Schärfe, richtige Belichtung etc., ist der richtige Gesichtsausdruck ganz entscheidend.
Einige Menschen haben das Talent, bei einem Blick in die Kamera, sofort ein sympathisches Lächeln aufzusetzen. Hier hat der Fotograf fast keine Arbeit. Bei Anderen kann es aber passieren, dass der Anblick einer Kamera die Gesichtszüge einfrieren läßt, es wird eine starre Maske angeboten, das Fotografiergesicht der jeweiligen Person. Ein vernünftiges Bewerbungsbild ist hier eine Herausforderung für den Fotografen. Er ist gefordert, den normalen Menschen unter der Maske zu hervorzuholen und zu zeigen.
Häufig ist Überzeugungsarbeit zu leisten, dass nicht das ernst-seriöse Gesicht die größten Chancen hat eingeladen zu werden, sondern das strahlende Lächeln.
Dieses strahlende Lächeln ist nicht jedem gegeben, da ist auch ein freundlich, sympathischer Blick möglich.
Oft wird ein Bewerbungsfoto mit einem Passbild gleichgesetzt, doch es gibt große Unterschiede zwischen beiden Portaits. Auf einem Passbild muss man gut erkennbar sein, ein neutraler Gesichtausdruck wird gefordert. Für den maschinenlesbaren Ausweis sind genaue Angaben festgelegt, siehe Linkliste Bundesdruckerei.
Das Bewerbungsfoto sollte deutlich größer sein und nicht neutral, sondern freundlich.